Generalprobe und Weihnachtsaufführung des seit 19 Jahren bestehenden Gospel-Projektes „Gospelnight Dresden“. Rund 100 Sänger. Einige Musiker. Und eine gute Organisation.

 

Persönlicher Kommentar:

Obwohl ich gern und seit vielen Jahren fotografiere, oft aber auch Pausen von Monaten einlege (habe noch einige andere Interessen und Hobbys) und meistens eine ganze Zeit zwischen Auslösung und Entwicklung vergehen lasse, ist diese Serie das erste, sagen wir: Auftragswerk, bei dem vor allem Masse wichtig war, damit sich genügend Bilder für jeden Sänger finden lassen, auf denen er bzw. sie sich zentral wiederfindet. Die Sänger haben damit über 400 Bilder bekommen, von denen sie sich ihre ‚best of‘ zusammenstellen können. Da ich lieber experimentiere und nahezu ausschließlich Einzelbilder mache, anstatt Masse für Kunden zu produzieren, war ich erst gar nicht von dem Auftrag so sehr begeistert. „Man wächst mit seinen Aufgaben“ ist ein bekannter Spruch. Nun, gewachsen bin ich sicher nicht, aber über den tatsächlich produzierten Output bin ich nun nachher doch etwas überrascht. Wir haben hier etwa 80 ausgewählte Bilder. Die zeigen einen Chor mit Musikern und Solosängern und etwas Zwischenspiele von Akteuren und einem Prediger. – Die Variabilität der Bilder hat mich hinterher überrascht. Und so bin ich glücklich, auch mal so einen Kundenauftrag mit Masse erledigt zu haben. Diese Bandbreite in absolut kurzer Zeit abzulichten ist bei Bühnenprojekten eine nicht allzu große Überraschung. Für mich war es aber eine neue und positive Erfahrung.

Inside comments:

Wer die Bilder betrachtet, dem ist sicher aufgefallen, dass sie nicht einfach so aus der Kamera gepurzelt sind. Nein. Sie sind nicht nur beschnitten (dazu ein paar Worte hier), sondern mit den Tools Neat Image und Rawtherapee entwickelt und mit IrfanView von 16Bit in 8Bit-JPG konvertiert. Dazu kommt eine vom Kunden geforderte übermäßig starke Verschiebung in den warmen Breich (4000K-5000K Einstellwert bei real unter 3000K Scheinwerferlicht). Dazu hat mich dann auch noch die Masse an Material gezwungen, meinen Workflow zu optimieren. Und bei der Masse an Bildern werden dann wiederum Unzulänglichkeiten der Tools offensichtlich und nervend. Diese Probleme werde ich in einem zukünftigen Artikel thematisieren. Sie betreffen ausschließlich Rawtherapee in der aktuellen stabilen Version. So viel schon mal: Überwiegend Abstürze waren ein Problem. Aber auch der JPG-Export hat mich bei einigen Bildern nicht nur enttäuscht: Die exportierten Files waren wegen erheblicher Artefakte nicht verwendbar (selbst bei hohen Qualitätsvorgabe). Das betraf sehr dunkle Bildbereiche. Deshalb habe ich IrfanView in meinen Workflow integriert und PNGs mit 16 Bit Farbtiefe von RawTherapee an IrfanView übergeben, um dann erst zu den JPGs zu kommen.